2010-05-30

Modernes Gezwitscher


Schwupps ist schon wieder Sonntag und der neue Cartoon auf www.fuchskind.de ist online.

Diesmal zum Thema globales Gezwitscher. Inwiefern ist twittern sinnvoll oder konstruktiv? Ist es im Bereich des social networking nicht mehr wegzudenken? Fehlen in der modernen Gesellschaft die altbewährten Methoden des kommunikativen Austausches und werden (notgedrungen) durch virtuelle Optionen ersetzt oder ist die Ursache-Wirkung-Relation vielmehr am anderen Ende der Kette zu suchen?

Gut, ich gebe zu, dass der Cartoon eigentlich einer etwas subtileren Idee zu Grunde liegt. Vor einiger Zeit hatte ich einen Artikel über Ornithologie (jepp, mich interessieren nicht nur die Astrophysik und Graphic Novels) gelesen, der über die Veränderung des Gesangsverhalten von Großstadtvögeln berichtete.

Ausgangspunkt dieser Veränderung ist die Lauststärke, die in der Stadt herrscht, welche die Vögel mit ihren Stimmen kaum noch übertönen können und damit quasi ihres Kommunikationsmittels beraubt wurden. In ihrer Not singen sie wesentlich lauter und/oder tiefer als ihre Artgenossen auf dem Land oder verlegen ihren Gesang sogar in die Nachtstunden, wo die Geräusche der Stadt abnehmen.

Stare, die sowieso Künstler im Immitieren von Geräuschen sind, gingen sogar dazu über Handyklingeltöne oder Autogeräusche nachzuahmen.

Daraus entstand dann die Idee, dass die Vögel der Großstadt, um sich möglichst effektiv eine neue hörbare Stimme zu verschaffen, modern zwitschern ("twittern") und das Zeitalter des social networking der Tierwelt einleiten.

Eine lange Erklärung zu einem kurzen Cartoon ;). Sowas mache ich normalerweise nicht, da ich gerne die Leser selbst zum Nachdenken anregen möchte, aber diesmal konnte ich nicht anders, man möge mir verzeihen :).

Einen schönen Sonntag euch allen!

P.S. Fuchskinder twittern übrigens auch: http://twitter.com/Fuchskind